Nahrung  

Laut Experten können 2 m² heimische Wildblumenwiese im Garten oder am Wegesrand bereits eine wirkliche Nahrungshilfe für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten sein. Fangen Sie klein an und probieren Sie es aus!

Ungefüllte Blüten im Garten sind ebenfalls insektenfreundlich. Eine Liste insektenfreundlicher Gartenpflanzen gibt es hier:   https://cdn.haba.de/documents/various/haba-spielzeug-pflanzenliste.pdf (2 Seiten)

Selbstverständlich haben verschiedene Insekten unterschiedliche Bedürfnisse. Es gibt einige, die bedroht sind und denen man Hilfe anbieten kann, dazu gehören verschiedene Schmetterlinge und die meisten Wildbienen, da sie oft auf bestimmte heimische Blüten und Pflanzen spezialisiert sind. Andere Insekten profitieren natürlich ebenfalls von einer artenreichen Wiese.

 


Beschaffenheit des Bodens

Neu anzulegende Blumenwiese

 

Hier wird der Boden möglichst gelockert, glattgeharkt, der Samen ausgebracht und angedrückt.

Magerer (also "schlechter") Boden ist für Wildpflanzen vorteilhaft.  Nicht düngen!

Abmagern kann man einen Boden durch Vermischen mit Sand, Kies oder sogar Schotter.

 

Vorhandenen Rasen vorbereiten

Jegliche Düngung einstellen.

Sie können ein Stück Rasen zur Wildblumenwiese erklären und nur diese z.B. nur noch zweimal im Jahr mähen (zum Mähzeitpunkt später mehr), das Heu abräumen und nicht mehr düngen. Die vorhandenen Wildblumen, die auch in der Natur in Wiesen wachsen, können blühen, die Wiese wird zum Rückzugsort und zur Nahrung für viele Insekten.  

Man kann auch in die Wiese Löcher einarbeiten, alle Pflanzen und Wurzeln entfernen und dort auf den nackten Boden Wildkräuter säen, so dass sich diese ausbreiten können.

Wenn Sie aus einem vorhandenen Rasen eine buntblühende, artenreiche Wildblumenwiese haben möchten, sollten Sie jedoch Wildblumen säen.

  Was leider nicht funktioniert: Einfach Wildblumensamen draufstreuen! Diese können sich so gegen die dominanten Gräser und deren verfilzte Wurzeln im Rasen nicht durchsetzen. 

Einen alten, verfilzten Rasen könne Sie ganz kurz mähen und dann entweder durch fräsen oder grubbern ( siehe https://www.rieger-hofmann.de/index.php?id=305)  lockern, dann etwas glattharken und den Samen ausbringen und andrücken.  Wenn sie diesen Weg wählen, können Sie sich zum Beispiel im Baumarkt eine Fräse leihen.

Bei einem Rasen mit viel Moos zum Beispiel können Sie folgendes versuchen: Das Gras so kurz wie möglich schneiden und vertikutieren, was das Zeug hält. Alles, was herausgekämmt wird, kommt auf den Kompost. Dann wird gesät und angedrückt. 

Oder Sie können den Rasen abtragen. Dies bietet auch die Möglichkeit, dem Boden Sand, Kies oder ähnliches  hinzuzufügen, um diesen "abzumagern". Die meisten Wildblumen gedeihen auf magerem Boden besser. 

Sie haben "nur" einen Balkon?

 

 Schon ein Balkonkasten mit Wildblumen macht einen Unterschied! Und man kann sich das Summen ganz aus der Nähe anschauen. Werner David bloggt seit Jahren höchst interessant und informativ von seinem "Naturgartenbalkon"  (https://www.youtube.com/watch?v=DHGX-7fdAJY ) 

(zum Herunterladen: Lebensraum Balkonien.pdf  von Werner David)

Seine Informationen sind für Gartenbesitzer genauso interessant!


Wildblumensaat

 

 Es ist tatsächlich sehr wichtig, regionale Saaten zu verwenden. Viele Insekten können exotische und sogar heimischen Pflanzen, deren Samen nicht aus der Region stammen, nicht nutzen. Nicht wenige sind auf eine einzige Pflanze spezialisiert - gibt es diese Pflanze nicht, verschwindet auch das Insekt. Leider enthalten Mischungen vom Baumarkt oft die falschen Samen. Es gibt Samen für sonnige und halbschattige, trockene und feuchte, magere und fette Böden. Wir geben gern Adressen weiter, bei denen man sich Saatgut besorgen kann. Wir bestellen auch gern für Interessierte mit. (birosa@t-online.de)

 

Mähen

 

Pflanzen müssen wachsen, blühen, Samen bilden. Daher sollte man sehr wenig mähen, frühestens aber nach dem Aussamen das erste Mal mähen.

Mindestens einmal im Jahr muss aber gemäht werden, damit die Wildblumenwiese nicht verarmt und nicht verbuscht. Dies macht man frühestens im Herbst (ca. Ende August / Anfang September), da sich dann die Wildblumensamen entwickelt haben. Es sollte auch nicht zu kurz gemäht werden, damit die Rosetten der Wildblumenstauden nicht beschädigt werden.

Über den Winter sollte die Wildblumenwiese teilweise (in einem Bereich wo es ästhetisch nicht stört) oder komplett stehen bleiben, damit Insekten Unterschlupf finden.

Alles was im Herbst nicht gemäht wurde, dann erst im März zurückschneiden, damit sichergestellt ist, dass die Insekten ihr Winterquartier verlassen haben.

Idealerweise sollte das Mahdgut erst einmal liegen gelassen werden, damit die Wildblumensaat noch herausfällt. Danach aber unbedingt abharken, da die Wiese sonst gedüngt würde.

Ausnahmen:

- Wenn es nass ist oder wird, das Mahdgut direkt abtransportieren, damit keine Faulstellen entstehen.

- Wenn die Wiese  besonders viel Gras enthält, ebenfalls sofort abräumen, damit sich nicht noch mehr Gras aussät und damit die Wildkräuter im Schatten darunter nicht leiden.

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